Quartier am Turm | Heidelberg

Die einzigartige Architektur im Quartier am Turm ist geprägt von der Integration sanierter historischer Bauteile der alten Fuchs Waggonfabrik und den musikalischen Werken von Verdi, Mozart oder Händel.

Eine außergewöhnliche Symbiose von Geschichte und Kultur. Die gelungene Integration der historischen Fassaden ist von großer Bedeutung für die Belebung der Straßenräume: Durchbrüche und Öffnungen tragen sehr zur Lebendigkeit der Außenräume bei. Das Thema Musik spielte bei dem Bauprojekt eine besondere Rolle. Während der mehrjährigen Bauzeit begriffen alle Beteiligten das gesamte Quartier als Komposition: Architektur, Baumaterialien, Farbgebung und vor allem die Landschaftsgestaltung sind inspiriert von Musik.

Eine einmalige Idee. Bei genauer Betrachtung spiegeln die Fassaden Rhythmik wider, die Gebäude des Quartiers scheinen sich aufeinander zu beziehen und Elemente von Harmonie werden spürbar. Auch die Namen der einzelnen Baufelder stehen ganz im Zeichen der Musik. Sie sind nach den Musikstücken, die sie beeinflussen, benannt und tragen klangvolle Namen wie zum Beispiel Ouvertüre oder Sinfonia Italiana.

Mediterranes Wohn-Ambiente in Heidelberg. Insgesamt entstand im Quartier am Turm eine Mischung aus Mehrfamilienhäusern mit Geschoss- und Maisonettewohnungen, Stadthäusern und Reihenhäusern in hellen, mediterranen Farben. Die mediterrane Atmosphäre wird nicht allein durch die Farben und Baustoffe vermittelt, sondern auch durch die Gestaltung der Freiräume. Jedes Baufeld bekam seinen eigenen individuell gestalteten Platz als Treffpunkt zum Gespräch, zur Entspannung und zum Spielen.

Der Diplomingenieur Wolfgang G. Nestler, der selbst im Quartier am Turm wohnt und den Bau von Beginn an verfolgt hat, hat uns freundlicherweise einen Artikel über die Entwicklung des Quartiers zur Verfügung gestellt, der auch in „Heidelberg – Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, 2018“ (ISBN 978-3-924566-67-8) gedruckt vorliegt.

Wolfgang Nestler über das Quartier am Turm

Auszeichnungen

  1. Beispielhaftes Bauen Heidelberg 2003-2010; Auszeichnung der Architektenkammer Baden-Württemberg für die Baufelder Sinfonia Italiana und Concerto Grosso
  2. Nominierung für Lea-Mittelstandspreis (Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in BW) 2011
  3. Nominierung für Flächenrecyclingpreis Baden-Württemberg 2008; Auslober: altlastenforum BW e. V., Architektenkammer BW, Umweltministerium BW
  4. Deutscher Städtebaupreis 2008; Lobende Erwähnung durch die Deutsche Akademie für Städtbau und Landesplanung
  5. Lea-Mittelstandspreis (Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in BW) Titel „sozial engagiert“ verliehen im Juli 2008;
  6. Auszeichnung Guter Bauten 2008 des BDA (Vorauswahl Hugo-Häring-Preis 2009) verliehen im Juli 2008 für das Baufeld Concerto Grosso
  7. Wettbewerb Wohnen im Kinderland Baden-Württemberg 2. Preis in der Kategorie: Wohnbauten und Lebensräume, verliehen April 2008 Auslober: ArGe Baden-Württembergischer Bausparkassen, Wirtschafts- und Sozialministerium
  8. Aktie der Metropolregion Rhein-Neckar verliehen im Juni 2007 für das ProjektDialog im Stadtteil-Runder Tisch Generationendialog (Mehrgenerationenhaus)

Die Projektbeteiligten

PAS Jourdan & Müller, Frankfurt
Bilger Fellmeth Architekten, Frankfurt
Kessler de Jonge Architekten, Heidelberg
AAG Loebner Schäfer Weber Freie Architekten, Heidelberg
Projektbüro Stadtlandschaft, Kassel
Prof. Feßmann, Mozarteum Salzburg
Diakonische Hausgemeinschaften, Heidelberg